Arbeitgeberlexikon


Sachbezüge, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber erhält, sind nach § 8 Abs.2 Satz 11 EStG  (R 8.1 LStR 2015) bis zur Freigrenze von € 44,00 monatlich steuer- und beitragsfrei. Da es sich um einen Freigrenze handelt, darf der Sachbezug den Wert von € 44,00 nicht übersteigen. Andernfalls wird der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wird  die  Freigrenze  in einem Monat nicht vollständig ausgeschöpft, „verfällt“  der Restbetrag  und kann nicht auf andere Zeiträume verteilt werden.

Für die Frage, ob Barlohn oder  Sachbezug  vorliegt, kommt es nur darauf an, worauf er Anspruch hat. Kann er  eine Ware oder Dienstleistung beanspruchen, so liegt ein Sachbezug vor. Kann statt des Sachbezugs ein Geldbetrag verlangt werden, liegt kein Sachbezug vor.

Dies gilt nach neuerer Rechtsprechung des BFH (Urteile  des BFH  2010, Az. VI R 40/10, Az. VI R 27/09, Az. VI R 21/09) auch für Warengutscheine, z.B. Benzingutscheine, aber auch für Tankkarten.

Nach der Rechtsprechung des BFH kann ein Arbeitnehmer bspw.  den für die Betankung seines PKW erforderlichen Betrag verauslagen und sich später vom Arbeitgeber erstatten lassen, soweit der Arbeitgeber ihm die Betankung  als Sachbezug gewähren will. Entsprechendes gilt, wenn der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Tankkarte übergibt und die privaten Tankkosten   vom Arbeitgeber übernommen werden.

Steuer- und beitragsfrei  bleibt der Sachbezug  innerhalb der Freigrenze von € 44,00 selbst dann, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zweckgebunden Bargeld übergibt und ausdrücklich bestimmt, dass dieses nachweislich zur  Betankung des  Privat-PKW seines Mitarbeiters verwendet wird.  

Es ist grundsätzlich auch zulässig, den Mitarbeitern Tankgutscheine auszuhändigen, die einen Geldbetrag ausweisen .

Die Voraussetzungen für einen steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug sind immer dann erfüllt, wenn der Arbeitnehmer eine bestimmte Ware (z.B.  Treibstoff) oder  Dienstleistung beanspruchen kann, er keinen Anspruch auf Zahlung von Geld hat und die Freigrenze von € 44,00im Monat nicht überschritten wird. Bei der Prüfung, ob die Freigrenze eingehalten wird, kommt es auf den Wert sämtlicher an den Mitarbeiter  in dem entsprechenden Monat gewährten Sachbezüge an.

Stand 02/2016 

lohn-ag.de AG

https://lohn-ag.de/images/logos/logo-web.png

Flugstr. 15 - D-76532 Baden-Baden

+49 7221 39399-10

info@lohn-ag.de