Arbeitgeberlexikon


Müssen Arbeitnehmer in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit Berufsklei­dung tragen, ist die kosten­freie oder verbilligte Überlassung kein steuer- und beitragspflichtiger Ar­beitslohn, soweit es sich um typische Arbeitskleidung handelt, wie etwa die Kochjacke eines Kochs.

Typische Berufskleidung (§ 3 Nr. 31 EStG, R 3.31 LStR 2015) kann den Mitarbeitern grundsätzlich steuerfrei zur Verfügung gestellt werden. Selbst die  Übereignung typischer Berufskleidung  an den Arbeitnehmer ist steuerfrei.

Kleidung, die vom Arbeitnehmer we­gen ihrer uniformartigen Beschaffen­heit bzw. wegen eines auffälligen Fir­menemblems üblicherweise privat nicht getragen wird, ist ebenfalls als typische Berufskleidung anzusehen.

Keine Berufskleidung ist  normale Kleidung wie z.B. ein weißes Hemd, weil dieses ohne weiteres auch privat getragen werden kann. Gleiches gilt für normale Schuhe oder normale Unterwäsche.

Beschafft der Arbeitnehmer zu tragende typische Be­rufskleidung selbst, können  die Kosten durch den Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden.  

Stand 02/2016

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