Arbeitgeberlexikon


Unter einer Betriebsveranstaltung versteht man Veranstaltungen auf betrieblicher Ebene, die gesellschaftlichen Charakter haben und bei denen üblicherweise alle Betriebsangehörigen teilnehmen können, wie z. B. Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern etc.

Ab 01.01.2015 gilt nach R 19.5 LStR 2015 folgendes:

Zuwendungen des Arbeitgebers bei üblichen Betriebsveranstaltungen sind dann kein steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn, wenn sie im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erbracht werden und den Freibetrag von € 110 je Arbeitnehmer und Veranstaltung nicht übersteigen.

Berücksichtigungsfähig sind maximal 2 Veranstaltungen im Jahr. Jede weitere Veranstaltung ist steuerpflichtig, wobei der Arbeitgeber das Wahlrecht hat, welche zwei Betriebsveranstaltungen er  steuerbegünstigt behandeln möchte.

Bei der Ermittlung der Freibetrages von € 110 sind sämtliche Kosten der Betriebsveranstaltung einschließlich Umsatzsteuer (Speisen, Getränke, Übernachtungs- und Fahrtkosten, Eintrittskarten, Räume, Musik, künstlerische Darbietungen usw.) heranzuziehen und durch die Zahl der tatsächlichen Teilnehmer zu dividieren. Nehmen auch Angehörige der Mitarbeiter teil, so sind die auf die Angehörigen entfallenden Kosten dem jeweiligen Mitarbeiter zuzurechnen. Wird der Betrag von € 110.- nicht überschritten, so sind dieanlässlich der Betriebsveranstaltung dem Arbeitnehmer zugewendeten Vorteile steuer- und beitragsfrei.

Nur die Überschreitung des Freibetra­ges von  € 110 sowie die Kosten für jede über 2 Veranstaltungen hinaus­gehende weitere Veranstaltung unter­liegen der Steuer- und Sozialversiche­rungspflicht, die aber nach § 40 Abs. 2 EStG mit 25% pauschal versteuert und somit beitragsfrei abgerechnet werden können.

Stand 02/2016

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