Arbeitgeberlexikon


Der Arbeitgeber kann seinen Arbeit­nehmern verbilligte oder kostenfreie Mahlzeiten gewähren. Die Essensab­gabe kann in einer Kantine oder durch Ausgabe von Essens­marken zur Ein­lösung bei  Dritten erfolgen, z.B. in einer benachbarten Gaststätte oder aber der Arbeit­geber stellt ein für die Belegschaft eigens zubereitetes Per­sonalessen zur Verfügung. Sollten die Arbeitnehmer im Betrieb  kostenlos essen dürfen, so ist jede eingenommene Mahlzeit mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten und als geldwerter Vorteil zu versteuern und zu verbeitragen.

Soweit ein Arbeitnehmer für  seine betriebliche Mahlzeit mindestens den amtlichen Sachbezugswert von derzeit € 3,10 für ein Mittagessen oder Abendessen und 1,67 €  für ein Frühstück bezahlt, so liegt in Höhe des zugezahlten Betrages kein geldwerter Vorteil vor, d.h. die Mahlzeit bleibt insoweit steuer- und beitragsfrei.

Gibt der Arbeitgeber Essens­gutscheine / Essensmarken zum Einlösen in einer exter­nen Gaststätte aus, so darf der Gutschein den amt­lichen Sachbezugswert um nicht mehr als € 3,10 übersteigen, d.h. er darf derzeit auf maximal € 6,20 für den Mit­tags­tisch einschl. Getränk ausgestellt sein.

Zahlt der Arbeitnehmer weniger als den Sachbezugswert für das Essen, ist der Unterschiedsbetrag steuer-und beitragspflichtig. Soweit die Zuzahlung des Arbeitneh­mers den Sachbezugswert nicht er­reicht, kann der hierin liegende Vorteil mit  25% pauschal versteuert werden. Wir der Betrag pauschal versteuert besteht Beitragsfreiheit in der Sozial­versicherung. Andernfalls ist der geld­werte Vorteil als Arbeitsentgelt indivi­duell zu versteuern und zu ver­beitra­gen.

 

Stand 01/2016

lohn-ag.de AG

https://lohn-ag.de/images/logos/logo-web.png

Flugstr. 15 - D-76532 Baden-Baden

+49 7221 39399-10

info@lohn-ag.de