Arbeitgeberlexikon


Fahrtkosten

Gewährt der Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn Fahrtkostenzuschüsse bzw. ersetzt er die Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und 1. Tätigkeitsstätte, so handelt es sich hierbei um einen steuer- und beitragspflichtigen geldwerten Vorteil.

Nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG kann der  Arbeitgeber die gezahlten Zuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte pauschal mit 15% versteuern, was zur Beitragsfreiheit in der gesetzlichen Sozialversicherung führt. Die verkehrsmittelunabhängige Pauschalbesteuerung ist auf den Betrag begrenzt, den der Mitarbeiter nach § 9 Abs. 2 EStG als Werbungskosten geltend machen kann, d.h. €  0,30  je Entfernungskilometer multipliziert mit den Arbeitstagen,  höchstens jedoch €  4.500.- im Kalenderjahr; der Höchstbetrag von € 4.500.- gilt nicht bei Benutzung eines privaten eigenen oder zur Nutzung  überlassenen Fahrzeuges (BMF Schreiben vom 31.10.2013, GZ  IV C 5 - S 2351/09/10002 :002, DOK 2013/0981373). Aus Vereinfachungsgründen kann bei der Pauschalversteuerung davon ausgegangen werden, dass der Arbeitnehmer an 15 Arbeitstagen im Monat Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte unternimmt.

 

Stand 02/2016


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