Arbeitgeberlexikon


Betriebliches Telefon

Stellt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein betriebliches Telefon / Smartphone etc. zur Verfügung, so ist die private Nutzung ein geldwerter Vorteil. Entsprechendes gilt für die private Nutzung des Autotelefons im Firmenfahrzeug. Die private Nutzung eines betrieblichen Telefons als geldwerter Vorteil bleibt gemäß § 3 Nr. 45 EStG stets steuer- und beitragsfrei. Auf den Umfang der privaten Nutzung des Telefons kommt es nicht an. Entscheidend ist, dass das Telefon nicht an den Arbeitnehmer, z.B. durch Schenkung oder Verkauf zu günstigen Konditionen übereignet wird. Bereits die Einräumung einer Kaufoption nach Ablauf einer bestimmten Frist führt zum wirtschaftlichen Eigentum, d.h. die Befreiung von Steuer und Sozialversicherungsbeiträgen entfällt.

Privates Telefon

Nutzt ein Arbeitnehmer sein privates Telefon auch zu beruflichen Zwecken, können diese Telefonkosten vom Arbeitgeber ersetzt werden.

Der berufliche Anteil kann per Einzelnachweis ermittelt werden, indem der Arbeitnehmer über einen repräsentativen 3-Monatszeitraum sämtliche von seinem privaten Anschluss bzw. Handy geführten Gespräche in private und berufliche aufteilt und die hieraus ermittelten anteiligen Kosten ersetzt erhält.

Aus Vereinfachungsgründen ist es möglich ohne Einzelverbindungsnachweis pauschal 20 % des nachzuweisenden tatsächlichen Rechnungsbetrages, höchstens jedoch maximal € 20.- steuerfrei und beitragsfrei zu ersetzen. Zur weiteren Vereinfachung können die über einen repräsentativen 3-Monats­zeitraum nachgewiesenen monatlichen Gesamt­kosten zu Grunde gelegt werden bis sich die Verhältnisse wesentlich ändern.

Internet

Arbeitnehmer, denen gestattet ist, den Internetanschluss am Arbeitsplatz auch privat nutzen dürfen, erlangen noch keinen steuer-und beitragspflichtigen geldwerten Vorteil. Auf den Umfang der privaten Nutzung kommt es nicht an.

Hat der Arbeitnehmer einen privaten Internetanschluss, so kann der Arbeitgeber unabhängig von einer beruflichen Nutzung zuzüglich zum Arbeitsentgelt einen pauschal mit 25% zu versteuernden Zuschuss zu den Internetkosten seines Arbeitnehmers leisten. Die pauschale Versteuerung des Zuschusses ist nur bis zu einer Höchstgrenze des Zuschusses von € 50.- monatlich zulässig. Der Arbeitnehmer hat schriftlich zu versichern, dass ihm Kosten der privaten Internetverbindung in der vom Arbeitgeber gewährten Zuschusshöhe tatsächlich entstehen, wobei aufgrund der Flatrates Kosten in Höhe von € 50.- wohl selten noch belegt werden können.

Macht der Arbeitnehmer zu seinen Internetkosten falsche Angaben haftet der Arbeitgeber grundsätzlich hierfür nicht. Vorsorglich sollten aber die Originalrechnungen in Kopie zum Lohnkonto genommen werden.

Die Pauschalversteuerung des Zuschusses zum privaten Internetanschluss löst auch Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus.

Stand 01/2016

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