Arbeitgeberlexikon


Fehlgeldentschädigung

Gewährt der Arbeitgeber den im Kassen- und Zähldienst beschäftigten Mitarbeitern einen pauschalen Ausgleich von Kassenfehlbeträgen, die auch bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt auftreten können, eine Fehlgeldentschädigung, Zählgeld, Mankogeld oder Kassenverlustentschädigung, so ist diese steuer- und beitragsfrei, soweit die Pauschale € 16 im Monat nicht übersteigt (R 19.3 Abs. 1 Nr. 4 LStR 2015).

Die Fehlgeldentschädigung wird als Ausgleich eines erhöhten Haftungsrisikos des Arbeitnehmers nicht nur den ausschließlich oder im Wesentlichen im Kassen- und Zähldienst Beschäftigten gewährt, sondern gilt ebenso für Arbeitnehmer, die nur im geringen Umfang im Kassen- und Zähldienst tätig sind.

Erhält ein Mitarbeiter höhere Pauschbeträge als Fehlgeldentschädigung als € 16.- monatlich, so ist der über € 16 hinausgehende Betrag steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn.

Die Zahlung einer Fehlgeldentschädigung bewirkt nicht, dass der Arbeitnehmer auch arbeitsrechtlich für die Kassenfehlbe­stand verantwortlich gemacht werden kann. Für die arbeitsrechtliche Inanspruchnahme gelten die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung.

Stand 02/2016


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